Mythologie Der Wikinger

Mythologie Der Wikinger Ägyptische Mythologie

Als nordische Mythologie bezeichnet man die Gesamtheit der Mythen, die in den Quellen der vorchristlichen Zeit Skandinaviens belegt sind. Keine der kontinentalen und angelsächsischen Quellen lässt auch nur andeutungsweise erkennen, dass die Wikinger einem heldenhaften Tod mit Aussicht auf. Die nordische Mythologie kennt zwei Göttergeschlechter, zum einen das jüngere Göttergeschlecht der Asen, zum anderen das ältere Geschlecht der Wanen. Asen​. Mythologie der Wikinger. (Mythen der Welt). | | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon. Mythologie germanischer Abstammung, zu welcher auch die der Wikinger zählt; und die slawische und osteuropäische Mythologie. Inhalt. Einführung; Mythen und.

Die nordische Mythologie kennt zwei Göttergeschlechter, zum einen das jüngere Göttergeschlecht der Asen, zum anderen das ältere Geschlecht der Wanen. Asen​. In der Mythologie der Wikinger gehörte Loki zum Göttergeschlecht der Asen. Allerdings war er nicht von Geburt ein Ase, sondern weiterlesen. Mythologie der Wikinger. (Mythen der Welt). | | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf duch Amazon.

Mythologie Der Wikinger - Inhaltsverzeichnis

Die meisten Religionshistoriker sind der Auffassung, dass die Jöten nicht angebetet wurden und dadurch kultisch von den Göttern unterschieden seien. Sie symbolisierten die unbeherrschbaren Naturkräfte. Diese müssen als Gedankengut einige hundert Jahre älter sein, um sich in ganz Nordeuropa so verbreiten zu können, dass sie bei jedem Hörer der Skaldendichtung und seiner Kenningar präsent waren. Daher wird in der Nordgermanischen Religion Odin immer als oberster Gott angesehen. Homers Ilias als Lügenmärchen recht unbeachtet blieb und stattdessen die Version des Dares Phrygius bevorzugt wurde. Aber wenn das Gedicht erst im

Das war eine völlig andere soziale Gruppe mit eigenen Gesetzen und Handlungsnormen. Andere beteiligten sich an dem einen oder anderen Unternehmen, doch die meisten dürften sich überhaupt nicht beteiligt haben.

In den fränkischen und angelsächsischen Quellen wird die Vertragstreue unterschiedlich beurteilt. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Vertragstreue nicht unbedingt ethisch motiviert sein muss.

Wenn immer wieder Tributzahlungen an Wikinger geleistet worden sind, um sie von Angriffen abzuhalten, müssen also die tributzahlenden Vertragspartner die Erfahrung gemacht haben, dass danach die Angriffe in aller Regel unterblieben.

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass zur damaligen Zeit Verträge nur zwischen den Personen galten, die sie schlossen und darüber hinaus keine Wirksamkeit entfalteten.

Das ist auch aus den kontinentalen Vasallenverträgen bekannt, die nur zu Lebzeiten beider Partner galten und beim Tode des Herrn Herrenfall oder des Vasallen Mannfall endeten.

Nortmanni, qui ab Haslon recesserant, Somnam fluvium intrant ibique consederunt. Quorum creberrimas incursiones cum Carlomannus sustinere non posset, pecuniam pollicetur, si a regno eius recederent.

Mox avidae gentis animi ad optinendam pecuniam exardescunt et XII milia pondera argenti puri atque probati exigunt totidemque annis pacem promittunt.

Accepta tam ingenti pecunia funes a litore solvunt, naves concendunt et marina litora repetunt. Itaque Hugo abba et ceteri proceres legatos ad eos dirigunt, promissionem et fidem datam violatam esse proclamant.

Ad hac illi respondent, se cum Carlomanno rege, non cum alio aliquo foedus pepigisse; quisquis ille esset, qui ei in regnum succederet, eiusdem numeri et quantitatis pecuniam daret, si quiete ac pacifice imperium tenere vellet.

Bald brennen die Herzen dieses gierigen Volkes nach dem Empfange des Geldes, sie erheben Nachdem sie eine so ungeheure Summe erhalten hatten, lösen sie die Taue von dem Ufer, besteigen ihre Schiffe und eilen nach den Seegestaden zurück.

Hierauf erwidern jene, sie hätten mit dem König Karlmann, nicht mit irgend jemand anderem, einen Vertrag geschlossen; wer der auch sein möchte, der ihm in der Regierung nachfolge, er müsse eine Geldsumme von gleichem Betrage und Gewicht hergeben, wenn er sein Reich in Ruhe und Frieden besitzen wolle.

Während in den Quellen ganz überwiegend festgehalten wird, dass die Wikinger nach Erhalt des Lösegeldes ihren Teil der Abmachung einhielten und abzogen, so wird doch hin und wieder geschildert, dass sie es mit der Vertragstreue nicht genau nahmen.

Als sie in Angers von König Karl belagert wurden und in ernsthafte Gefahr gerieten, ihre Schiffe zu verlieren, da boten sie Lösegeld für freien Abzug an.

Illi conscensis navibus in Ligerim revertuntur et nequaquam, ut spoponderant, ex regno eius recesserunt; sed in eodem loco manentes multo peiora et inmaniora, quam antea facerant, perpetrarunt.

Jene besteigen ihre Schiffe und kehren in die Loire zurück, entfernen sich aber keineswegs aus seinem Reiche, wie sie gelobt hatten, sondern in derselben Gegend verbleibend verübten sie noch viel schlimmere und unmenschlichere Dinge, als sie zuvor getan hatten.

Als eklatanten Vertragsbruch schildert der Mönch von St. Vaast das Verhalten der Normannen bei der Belagerung von Meaux :.

Quid plura? Refertur ad multitudinem, et sub spetie pacis obsidens dant. Reserantur portae, fit via Christianis, ut egrediantur, delegatis his qui eos quo vellent ducerent.

Cumque amnem Maternam transissent et longius a civitate processissent, Nortmanni eos omnes insecuti comprehenderunt ipsum episcopum cum omni populo.

Was weiter: der Vorschlag wurde der Menge mitgeteilt und von den Normannen zum Schein Geiseln gegeben. Die Stadttore wurden geöffnet, den Christen wurde der Weg freigemacht und ihnen Leute bestimmt, um sie zu führen, wohin sie wollten.

Nachdem sie aber die Marne überschritten und sich schon weiter von der Stadt entfernt hatten, brachen die Normannen alle zu ihrer Verfolgung auf und machten den Bischof mit dem ganzen Volk zu Gefangenen.

In den angelsächsischen Quellen überwiegen die Schilderungen von Vertragsbrüchen. Sie leisteten den Eid sowohl nach heidnischer Sitte auf den heiligen Armring und nach christlicher auf die Reliquien.

Doch wurde der Schwur nicht gehalten, und noch im gleichen Jahr setzte sich Halfdan in Northumberland so fest, dass er das Reich unter die Seinigen aufteilen konnte.

Denn schon vorher hatten die privaten Raubzüge ihr Ende gefunden. Diese Plünderung war die damals in ganz Europa übliche Art, einen Krieg zu finanzieren, und ist nichts, was spezifisch auf Wikinger zu beziehen ist.

Die nachfolgend beschriebenen Ansiedlungen und Landzuweisungen führten keineswegs zu einem Ende der Raubzüge.

Aus den Mörderbanden wurden nicht friedliche Bauern und Familienväter. Die Quellen berichten auch nach den Landzuweisungen von blutigen Kämpfen.

Vielmehr ist eine allgemeine Erschöpfung der beteiligten Wikinger und eine Überalterung der Teilnehmer wahrscheinlicher.

Das Eintrittsalter in eine Gefolgschaft wird mit 18 Jahren angesetzt. Mit 50 Jahren endete das Kriegerdasein.

Nach den Quellen waren die gleichen Gruppen viele Jahre unterwegs. Die Verluste bei den Kämpfen konnten allmählich nicht mehr aus der ursprünglichen Heimat aufgefüllt werden, da sich dort die negative Bewertung der raubenden Brandschatzung im Zuge der Erstarkung der Königsmacht immer mehr durchsetzte.

Ein wesentlicher Faktor dürfte auch die zunehmende Befestigung der zu plündernden Gebiete sein, die mit einer Professionalisierung der verteidigenden Heere einherging.

Die Opfer der Raubzüge entwickelten rasch Strategien um den Wikingern etwas entgegensetzen zu können. Städte wurden mit Befestigungsanlagen versehen, während an strategisch wichtigen Orten Burgen errichtet wurden, in die sich das Volk bei Gefahr flüchten konnte.

Wikinger waren im Allgemeinen nicht fähig eine solche Verteidigung zu überwinden, während die Garnison dieser Befestigungen eine ständige Bedrohung für Plünderverbände darstellten.

In England setzte das Ende der Raubzüge mit den ersten Niederlassungen in Northumbrien ein und war im Wesentlichen um abgeschlossen.

Die Beteiligten aus dem exercitus Heer waren noch Krieger, nicht Bauern. Die Sesshaftigkeit war Ergebnis der vorangegangenen Gewalt, nicht deren Ziel.

Ein Teil seines Kontingentes zog zu weiteren Plünderungszügen nach Frankreich. Allmählich löste sich der wikingische Raubverband auf.

Aus der Gesamtschau des Quellenbestandes leitet Zettel ab, dass der Grund für diese Entwicklung in der sich steigernden Abwehr der englischen Aristokratie auf der einen Seite und der zunehmenden Erschöpfung der normannischen Kampfressourcen auf der anderen Seite zu suchen sei.

Ein solcher Aderlass war nicht bald zu kompensieren. Aber die den Gesamtvorgang begleitenden harten Kämpfe zeigen, dass hier noch marodierende Kampfgefolgschaften existierten.

Der Integrationsprozess wird auf etwa Jahre, also mindestens drei Generationen geschätzt. In der Folgezeit überzog Alfred das von ihm beherrschte Gebiet mit befestigten Plätzen, professionalisierte seine Haustruppen indem er erstmals eine stehende Armee erschuf und stellte eine Kriegsflotte auf.

Bei den später folgenden Wikingerangriffen erwiesen sich insbesondere die Befestigungsanlagen als sehr erfolgreich, da sie nicht nur als Aufmarschpunkt für mögliche Gegenangriffe, sondern auch als sicherer Zufluchtsort für Menschen und Kapital in Form von Vieh, Gold etc.

Raubzüge wurden damit immer weniger profitabel und zunehmend riskant. Im Burghal Hidage werden 33 befestigte Plätze genannt, deren Besatzung durch eigens freigestelltes Land finanziert wurde.

Diese enormen Ausgaben deuten einerseits daraufhin, dass die Wikingergefahr weiterhin bestand und andererseits, dass diese Festungen ihre Aufgabe wie vorhergesehen erfüllten.

Aus Furcht vor dem auftauchenden königlichen Heer zogen sie an die Seine und führten dort weitere Plünderungszüge durch.

Stattdessen tritt nun Rollo hervor. Dieser erlitt in der Folgezeit mehrere schwere Niederlagen gegen die entschlossener werdende Abwehr der Franken unter Graf Robert und Herzog Richard , die er nicht mehr hinreichend kompensieren konnte.

In den Quellen wird der Zusammenhang zwischen diesen Verlusten und der Bereitschaft zur Christianisierung immer wieder beschrieben.

Rollo kam nicht als Staatengründer aus dem Norden, sondern ihm und dem Rest seiner Mannschaft, der von dem bereits dezimierten Teil der Normannen, die aus England gekommen waren, noch übrig geblieben war, wurde ein begrenztes Gebiet als Wohnsitz zugewiesen pro tutela regni zum Schutz des Königreiches [] Dabei wird der Übertritt zum Christentum als Mittel zur Besänftigung der Mordlust betrachtet und zur Bedingung der Landzuweisung.

Für einen Plan, in der Normandie eine eigene Herrschaft zu begründen, also für einen Eroberungskrieg der Normannen gibt es in den Quellen keinen Hinweis.

Allgemein wird der Abschluss des langwierigen Integrationsprozesses in der Normandie auf die Zeit um das Jahr angesetzt.

Die Wortwahl depraedari , vastare und pyratae bei Flodoard und in anderen Quellen lässt noch keinen Unterschied zur Zeit davor erkennen.

Es werden wie vorher hohe Tribute für den Frieden erpresst. Neu ist hier die Forderung nach Land, die zur Überlassung weiterer Gebiete, darunter Bayeux , führte.

Unter dem Sohn Rollos, Wilhelm, kam es noch zu Plünderungszügen. Dass die Wikinger auf diesen Schiffen Pferde zu ihren Raubzügen mitführten, ist unwahrscheinlich.

In den Quellen wird dazu nichts berichtet. Soweit Pferde zum Einsatz kamen, dürften sie vor Ort requiriert worden sein.

Asser berichtet, die Normannen hätten zur Belagerung von Rochester ihre Pferde von Frankreich mitgebracht. Aber der Kampf zu Pferde war durchaus bekannt.

Bei den Wikingereinfällen im Frankenreich wird in keiner Quelle die Zahl der beteiligten Krieger genannt, sondern nur, dass es sich um ungeheure Mengen gehandelt habe.

In einigen Quellen wird aber die Zahl der Schiffe angegeben. Um welche Schiffe es sich handelte, wird nicht gesagt. Zettel geht von einer durchschnittlichen Mannschaftsstärke von 25—50 Männern aus.

Das würde den kleinsten Langschiffen Ruderer entsprechen und multipliziert diese Zahlen mit den seltenen Angaben über die Schiffszahlen.

Das klingt plausibel, da sie von der örtlichen Bevölkerung abgewehrt werden konnten. Die Miracula S. Filiberti erwähnen einen Angriff auf Nantes mit 67 Schiffen, [] was zu einer Truppe von zwischen 1.

Eine weitere Quelle schildert eine Flotte von Schiffen, die in die Seine einlief und nach Paris vorrückte.

Dass Karl aus seinem Hinterland keine entsprechende Truppe hat aufstellen können, erscheint wenig plausibel.

Die Zahl der Wikinger dürfte da unterschätzt worden sein. Es würde sich um eine Mannschaftsstärke zwischen 6.

Zettel hält die Zahl der Schiffe für zu hoch, [] weil er von Wikingern ausgeht. Danach seien die normannischen Zerstörer von Nantes mit Schiffen in die Vilaine eingelaufen.

Das würde zu einer Mannschaftsstärke von 2. Sie seien von einem Sachsenheer besiegt worden. Sie gehen von den kleinsten Langschiffen aus und unterstellen, dass alle Wikingerflotten nur mit diesem Schiffstyp operiert hätten.

Man kann davon ausgehen, dass die Schiffsausrüstung eines Wikingerschiffes der im Zusammenhang mit den Kriegsschiffen des Königs bekannten Schiffsausrüstung entsprach.

Das gleiche kann man von der Bewaffnung sagen. In späterer Zeit, als die Wikinger im Ansehen sanken, dürfte die Bewaffnung wesentlich schmuckloser geworden sein, wenn auch dank der Beutezüge nicht schlechter.

Die Waffen waren in der frühen Wikingerzeit Zeichen des freien Mannes. Sie waren aber offenbar nur den oberen Gesellschaftsschichten vorbehalten.

In den fränkischen und angelsächsischen Quellen werden die Waffen nicht oder nur sehr beiläufig bei Kampfhandlungen erwähnt.

In der angelsächsischen Vita Oswaldi aus dem Jahrhundert wird etwas näher auf die Bewaffnung eingegangen.

Nirgends wird erwähnt, dass ihre Bewaffnung sich von der üblichen der damaligen Zeit unterschieden habe. Während in den Sagas oft von heldenhafter Todesverachtung die Rede ist, ist davon in den kontinentalen und angelsächsischen Quellen nichts zu spüren.

Hier wird bei aller Tapferkeit immer wieder der unbedingte Überlebenswille betont. Danach wurde immer das Angriffsrisiko analysiert und das eigene Vorgehen darauf abgestimmt.

Hier bleiben sie den ganzen Sommer und machten Beute, ohne Widerstand zu finden. Igitur cum omnibus viribus a munitione exiliunt et Trevirorum nobilissimam civitatem Galliarum Nonas Apr.

In qua usque sancto die paschae fessa ab itinere corpora recreantes omne territorium urbis circumquaque usque ad solum demoliti sunt; deinde civitatem flammis exurentes Mediomatrico dirigund aciem.

Quod cum comperisset eiusdem urbis antistes, adiuncto sibi Bertulfo episcopo et Adalardo comite ultro illis obviam ad Pugnam procedit.

Inito certamine Nortmanni victores extiterunt. Isdem Wala episcopus in prelio cecit, ceteri fugerunt. Pagani iter, quod cepernat, deserentes cum ingenti preda summe celeritate ad classem revertuntur.

Sie brechen also mit all ihren Streitkräften aus ihrem befestigten Lager hervor und erobern Trier, die berühmteste Stadt Galliens am 5. April, dem Tage des heiligsten Abendmahles des Herrn.

Hier ruhten sie bis zum heiligen Ostertage die vom Marsche ermüdeten Glieder aus und verwüsteten das ganze Gebiet der Stadt ringsumher von Grund aus; dann lassen sie die Stadt in Flammen aufgehen und führen ihre Scharen nach Metz.

Als dies der Bischof dieser Stadt erfuhr, vereinigte er sich mit dem Bischof Bertulf und dem Grafen Adalhard und rückt jenen aus eigenem Entschlusse zur Schlacht entgegen.

Es kam zum Kampf, und die Normannen blieben Sieger. Jener Bischof Wala fiel in der Schlacht, die übrigen flohen. Wie wichtig ihnen diese Rückzugsmöglichkeit war, geht aus ihrem Verhalten hervor, als sie selbst in Angers belagert wurden.

Als König Karl nach vergeblicher Belagerung begann, die Maine umzuleiten, auf der sie ihre Schiffe an der Stadtmauer vertäut hatten, gaben sie ihren Widerstand sofort auf und versprachen Karl eine hohe Lösegeldsumme, wenn er ihnen freien Abzug gewähre.

Man kämpfte, wenn es sein musste, aber vermied den Kampf, wenn es ging und zahlte auch hin und wieder selbst Lösegeld, um lebend davonzukommen.

Ein wesentliches Element ihres Erfolges war die Schnelligkeit und das damit verbundene Überraschungsmoment.

Dies wurde nicht nur durch die schnellen Schiffe erreicht, sondern nach einigen Quellen dadurch, dass sie beritten waren. Besonders in angelsächsischen Quellen wird die Leistung auf dem Gebiet der Schifffahrt besonders betont.

Hier wird die seemännische Leistung stärker hervorgehoben, als in den fränkischen Quellen. Allerdings ist die Frage erlaubt, ob die skandinavische Gesellschaft derart homogen war, dass dies für alle Schichten galt.

Denn das Schiff als Statussymbol tritt uns vor allem in der königlichen Kriegerkaste entgegen. Wie dies bei den Initiatoren und Teilnehmern privater Raubzüge aussah, ist damit noch nicht entschieden.

Ein Wikingerschiff konnte bei klarem Wetter auf eine Weite von ungefähr 18 Seemeilen 32 km ausgemacht werden. Bei gutem Wind konnte diese Strecke in etwa einer Stunde zurückgelegt werden.

Diese Zeit stand also zum Aufbau einer Verteidigung zur Verfügung. Wie diese ausgetragen wurden, ist nicht bekannt.

Als Muster und Beispiel mag genügen:. In England sind ausgedehnte Landmärsche der Wikinger überliefert. Wie die Wikinger sich zum Landkampf aufstellten, ist nicht bekannt.

Kampfformationen sind nur aus Kriegen unter königlicher Führung bekannt. Bei Raubzügen aus festen Winterlagern ist es zu ausgedehnteren Kampfhandlungen gekommen.

Verschiedentlich wird von Schlachten zwischen Wikingern und Verteidigungstruppen mit unterschiedlichem Ausgang berichtet, ohne dass Einzelheiten geschildert werden.

Da es sich nicht um Berufskrieger handelte, ist mit besonderen Taktiken nicht zu rechnen. Als charakteristisch wird die Brenna beim Überfall angesehen, das Niederbrennen des Hauses, in welchem sich die Bewohner aufhalten, die dadurch alle umkommen.

Am deutlichsten kommt dies im Bericht über den Wikingerzug Egill Skallagrimssons nach Kurland zum Ausdruck: Egill und seine Leute werden gefangen, können sich nachts befreien, rauben die Schatzkammer des Hausherrn leer und begeben sich zu ihren Schiffen.

Gehen wir zum Gehöft zurück, um dort bekannt zu machen, was geschehen ist. Die Gefährten weigern sich. Alle Bewohner verbrennen entweder drinnen oder werden von ihm erschlagen, wenn sie herauskommen.

Dann erst geht er zufrieden auf sein Schiff. Das Verhalten der Gefährten spricht eher dagegen. Auf der anderen Seite wird in den Sagas nirgends von einem verheimlichten Überfall in Feindesland berichtet.

Der eklatante Unterschied zu dem Mordbrennen im Frankenreich liegt auf der Hand. Bei den Einfällen im Frankenreich ist von mehreren Truppen die Rede.

Sie waren häufig beritten. Über die Schlacht von Saucourt am 3. August wird berichtet:. Wenn auch die Zahl unglaubhaft hoch ist, so ist die Angabe, es habe sich um Reiterkrieger gehandelt, glaubhaft.

Überhaupt werden in den Quellen häufig unglaubhaft hohe Zahlen der Wikinger genannt: siegte König Karlmann bei Avaux über die Normannen.

Dort sollen ungefähr 1. Die Zahl von 6. Man muss davon ausgehen, dass der Kampf meist unkoordiniert geführt wurde. Besondere Formationen und Kampftaktiken werden nirgends geschildert.

Wenn es zum Kampf kam, schleuderte man üblicherweise zunächst Steine, Speere, sonstige Gegenstände und schoss Pfeile und verfiel danach in einen planlosen, mit roher Gewalt geführten Kampf Mann gegen Mann, bis die andere Seite niedergerungen war.

Ein Ziel war es, den Anführer des Gegners zu töten und seine Standarte zu erobern, um den Feind der militärischen Führung zu berauben und eine Auflösung des gegnerischen Trupps zu forcieren.

Ging der Kampf verloren, so wird oft berichtet, dass sie sich der geschlossenen Verfolgung dadurch entzogen, dass sie sich in nahegelegene Wälder einzeln zerstreuten und sich so zu den Schiffen durchschlugen.

Die Wikinger verstanden sich aber nicht nur auf den Kampf auf einem Schlachtfeld. Vielmehr stellten sie mehrfach unter Beweis, dass sie Belagerungsmaschinen entwickeln konnten bzw.

Belagerungstechniken kannten. So bauten sie vor Paris Belagerungsgeräte [] oder legten Feuer mit Stroh und Reisig, um die Belagerung voranzutreiben.

Germain berichtet von Katapulten und plumbea Bleikugeln. Ille animi magnitudine indignitatem rei non ferens super eos irruit, et mox in caecis foveis equus, cui insidebat, inpegit et cum ipso in terram corruit; hostes summa cum festinatione advolantes, antequam a loco elevaretur, eum terrae confodiunt et aspiciente universo exercitu absque mora trucidant, arma auferunt et spolia ex parte diripiunt.

Das bedeutet, dass die kämpfende Truppe fast ihr gesamtes Hab und Gut mit sich führte. Für die fränkischen Truppen wird dies durch die folgende Schilderung einer vom Kaiser verlorenen Schlacht bei Andernach bestätigt:.

Über die religiösen Vorstellungen der Wikinger ist so gut wie nichts bekannt. Die nordische Mythologie kennt zwei Göttergeschlechter, zum einen das jüngere Göttergeschlecht der Asen , zum anderen das ältere Geschlecht der Wanen.

Vorwiegend handelt es sich um kriegerische und kräftige Götter , die sich durch Stärke, Geschicklichkeit im Kampf und durch ihre Herrschaft auszeichnen.

Mehr zu den Asen Mehr zu den Asinnen Zunächst gibt es mehrere Trägermedien, auf die man eine Rune schreiben kann.

Das Trägermedium hat selbst eine gewisse Bedeutung: Es hängt beispielsweise symbolisch mit Themen wie Liebe, Geld oder Familie zusammen.

Je nachdem, aus welchem Material die Runensteine bestehen, kann man zu verschiedenen Oberbegriffen eine spezifischere Frage stellen.

Die Rune selbst kann aus der Tüte gezogen werden, man kann die Steine aber auch werfen und sehen, ob sie umgedreht oder aufgedeckt, richtig oder falsch herum liegen.

Es gibt eine ganze Reihe von historisch belegten und modernen Methoden, mithilfe von Runen zu orakeln. Letztendlich kommt es darauf an, ob man die Rune richtig oder falsch herum zieht.

Richtig herum steht sie für die eigentliche Bedeutung der Rune, also beispielsweise für Schutz, Fruchtbarkeit oder Erfolg.

Zieht man die Rune jedoch falsch herum, ist auch die Bedeutung umgekehrt: Sie kann also für Gefahr, Nachwuchsprobleme oder drohende Misserfolge stehen.

Asatru ist eine moderne New Age-Glaubensrichtung, die sich auf die alten germanischen Gottheiten stützt. Die Runenmagie ist ein untrennbarer Teil dieser Glaubensrichtung.

Im Asatru werden Runen vor allem für das Wahrsagen eingesetzt, gelegentlich aber auch für den eigenen Schutz. Schützende Funktionen bekommen die Runen, indem sie als Schriftzeichen verwendet werden.

Diese erhalten dadurch eine besondere Bedeutung und unterstehen dem Schutz durch die Runen, die sie tragen.

Deswegen werden moderne kultische Gegenstände ebenfalls gerne mit Runen geweiht. Die Runologie ist die Wissenschaft, die sich mit der Runenschrift befasst.

Es geht in ihr um die Entstehung, Verbreitung und Verwendung der Runen, also um alle Themen, die mit der Runenschrift zu tun hatten.

Als Wissenschaft handelt es sich bei der Runologie um einen Teil der Germanistik oder Skandinavistik, je nachdem, mit welchen Völkern sich der Wissenschaftler nun konkret befasst.

Vor allem über Wikinger Stämme kann die Runologie viele Erkenntnisse gewinnen, da sie in allen Gebieten anzutreffen waren, in denen man heute noch Runen nachweisen kann.

Veränderungen der Runenschrift und ihres Einsatzes lassen sich auf geschichtliche Ereignisse in der Historie dieser Wikinger Stämme zurückführen.

Gerade die Wikinger waren allerdings Menschen, das im kompletten nordischen Raum vertreten war und durchaus weite Reisen auf sich nehmen konnte.

Daher deuten Runeninschriften in entlegenen nordischen Teilen der Welt darauf hin, dass sie bereits in früheren Jahrhunderten besiedelt oder zumindest bekannt warne und gelegentlich aufgesucht wurden.

Runen haben sich bis in die Moderne hinein erhalten. Das ist selten für eine Schrift, die nur phasenweise als Alphabet für den Schriftverkehr eingesetzt wurde.

Runen wurden vor allem vom Volk verwendet, das zumindest ansatzweise schreiben und sich Botschaften in Gegenstände ritzen konnte. Runennritzen war eine Tradition, die sich im gesamten Mittelalter in denjenigen Gebieten hielt, in denen Runen bereits früher bekannt waren.

Gerade in Skandinavien waren Runen bis hinein ins Jahrhundert gelegentlich noch im Einsatz, wenn auch nicht als offizielles Alphabet für den alltäglichen Schriftverkehr.

Man kann also von einem Nebeneinander der lateinischen Standardschrift nicht dem Kirchenlatein und der Runenschrift sprechen, auch nachdem Kulturen wie die Wikinger nicht mehr existierten.

Es handelt sich dabei um einen th-Laut, der in der Alltagssprache auch vorkommt und parallel zum tatsächlichen th genutzt wird. Nicht nur speziell nordisch?

Die Runenreihe, ältere Futhark 24 Zeichen Zunächst umfasste die Runenreihe 24 Zeichen ältere Futhark , aber am Beginn der Wikingerzeit hatte sich ihre Zahl auf 16 verringert — nicht genug, um alle Laute der altnordischen Sprache wiederzugeben.

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Bedeutung: Fallender Regen [Kraft, Ausdauer].

Mythologie Der Wikinger - Kurze Einführung zur nordischen Mythologie

Es hat sicherlich nicht zum Glauben im Volke gehört. Ihre E-Mail. Um dieses Ritual gab es mehrere Mythen, nicht nur das Helgilied. Eine genauere Beschreibung würde jedoch mehrere hundert Seiten sprengen. Wie es aber so ist in der Götterwelt, hatten diese wiederum Angst er könne die Frist einhalten und sie müssten ihr Versprechen einlösen. Sie gilt als klug und sittsam und die Menschen, die ebenfalls klug und feinsinnig sind, sind nach ihr benannt. Nach einer Zeit in der sie abwechselnd neun Tage lang am Meer und neun Tage lang in den Bergen lebten trennen sich die beiden wieder.

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Der letzte Teil des Ragnarök schildert die neue Welt, welche nach dem Untergang der alten Welt entsteht. Sie wird in der Edda als milde und gütig beschrieben und hat von Odin und Frigg die Erlaubnis bekommen, liebende Männer und Frauen miteinander zu verbinden und zu vermählen. Daher musste die Mythologie go here den Verfassern als auch den Hörern bekannt sein. Beide Geschlechter lebten versöhnt und nebeneinander, bis die Christianisierung der Germanen einsetzte. Sie erwählen aus den auf dem Schlachtfeld Verstorbenen die Einherjer "ehrenvoll Gefallene" aus, auf dass sie in Walhall eingehen sollen. Götter als Personen sind in der Bronzezeit durch Felszeichnungen und Bronzefiguren belegt. Prokop berichtete im 6. Er berichtet noch, dass er vor der Tür von neun schwarz gekleideten Frauen, die gegen ihn anritten, angegriffen worden sei. Wie wichtig ihnen diese Rückzugsmöglichkeit war, geht aus ihrem Verhalten hervor, als sie selbst in Angers belagert wurden. Schon der Preis einer Tasse Kaffee click here reichen, um morgen wieder weiter zu machen. Da die Gesandten click here ihrer Botschaft zu Thorolf kamen, sagte dieser, sie würden hier nicht heeren. Bei den später folgenden Wikingerangriffen erwiesen sich insbesondere die Befestigungsanlagen als sehr erfolgreich, da sie nicht nur als Aufmarschpunkt für mögliche Gegenangriffe, sondern auch als sicherer Zufluchtsort für Menschen more info Kapital in Form von Vieh, Gold. Auf diese Weise konnten sie das gesprochene Wort verewigen und Gegenstände weihen — die Werkzeuge dafür hatten sie von den Göttern erhalten. Runen wurden vor allem vom Volk verwendet, das zumindest ansatzweise schreiben und sich Botschaften in Gegenstände ritzen konnte. Diese gegensätzlichen Darstellungen sprechen dafür, dass die Auffassungen nicht einheitlich waren. Vorher wurden diese Völker Nordmannen oder Normannen genannt.

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Nordische Mythologie Vorlesung Man kann die Wahrnehmung der mythischen Wesen des vorchristlichen Heidentums folgerichtig in zwei Gruppen einteilen: Die eine Gruppe wurde als teuflisch erklärt und bekämpft. Jahrhunderts [38] read article noch die Verwerflichkeit, an die Schutzgeister des Landes zu glauben oder sie zu verehren, erwähnt. Man findet es z. Die Mythen waren eher ein theoretischer Überbau für bestimmte Kultformen und hatten wenig mit Glauben in unserem Sinne zu tun. Trinksprüche beim Opfer für Odin, Njörd und Frey überliefert. Click at this page kann so gut hören, dass er die Wolle auf den Schafen und das Gras auf der All PersГ¶nliche Statistik senseless wachsen hört. Die Weltesche Yggdrasil ist der erste Baum, den sie pflanzen. Daher wird in der Nordgermanischen Religion Odin immer als oberster Gott angesehen. Die ersten Menschen, Ask und Embla, wurden allerdings von Odin erschaffen. Leben ist Veränderung — autopoietische Veränderung! You have entered an incorrect email address! Aber der Odin Kult lies irgendwann nach. Er ist das Kind zweier Riesen, dennoch einer der Asen. Da musste die Schlange weichen. Frauen haben keine Chance nach Walhall zu kommen. Dieses Geschlecht hat die Macht, die Welt zu vernichten. Das hat auf die Darstellung des See more abgefärbt. Je weiter man zurückgeht, desto spärlicher werden die Bausteine sein, die sich in der Schlussfassung der Eddalieder finden. Nichts bleibt in mythischer Schwebe, alles wird genau festgelegt. Ihr Bruder ist Frey isl. Vanr genannt. Typisch für Thor ist sein manchmal aufbrausendes Temperament. Sie wird von more Beste Spielothek in Veserde finden Welten umgeben. Odin und Thor gehörten zu den Asen. Die meisten Walkürennamen sind sprechende Namen, die auf die kriegerische Funktion der Trägerin just click for source. Das ältere Geschlecht wird Wanen altnord. Der letzte Teil des Ragnarök schildert die neue Welt, welche nach dem Untergang der alten Welt entsteht. An den alten Kirchen finden sich Schnitzereien mit Anspielungen auf die heidnische Mythologie. Ihr Sohn Fjölnir wird dann zu einem der sagenhaften Könige Beste Spielothek in finden. Man kann anhand der Votivtexte von einem ausgeglichenen und zuversichtlichen Verhältnis zu den schicksalbestimmenden Mächten bei der bäuerlichen Bevölkerung ausgehen. Entstanden ist der Kosmos in der Vorstellung der Wikinger als sich im Asgard: Asgard ist in der nordischen Mythologie der Sitz der Götter (Asen). Asgard. In der Mythologie der Wikinger gehörte Loki zum Göttergeschlecht der Asen. Allerdings war er nicht von Geburt ein Ase, sondern weiterlesen. Von Yggdrasil bis Ragnarök - Götter in der nordischen Mythologie - Germanen und Nordeuropäer. Nordische Mythologie – die Götter der Germanen und Nordeuropäer. Ägir Nordische Götter der Germanen, Kelten und Wikinger. Weitere Ideen zu Nordische mythologie, Mythologie, Nordisch. Norse Goddess Germanische Mythologie, Nordische Göttin, Wikinger Kunst, Mystische Wesen.

Die Feuerbestattung , die in der zweiten Hälfte des 2. Jahrtausends v. Ab dem 4. Jahrhundert n. Menschen werden in voller Kleidung und mit reichen Beigaben bestattet.

Dass das gleiche sehr spezielle Motiv zu dieser Zeit unabhängig vom kontinentalen Kulturkreis entstanden sein sollte, darf als unwahrscheinlich gelten, so dass von einer Motivwanderung von Süden nach Norden ausgegangen werden kann.

Weitere Quellen sind die skandinavischen Brakteaten mit Götterdarstellungen und Runeninschriften sowie Votivgaben aller Art.

Alle diese archäologischen Zeugnisse bedürfen für ihre konkrete Deutung der Schriftquellen. Als Snorri Sturluson sein Skaldenlehrbuch um schrieb, war der geschilderte mythologische Stoff von Skandinavien bis Bayern bekannt.

Jahrhundert, auf dem englischen Steinkreuzfragment von Brigham aus dem 8. Jahrhundert, auch den Ring in einem Pfeilerdienst der Neuwerkkirche in Goslar aus dem Jahrhundert und auf dem spätromanischen Taufbecken von Fullösa in Schonen.

Seine Überlieferung ist der wichtigste Schlüssel zur germanischen Ikonografie der Mythen. Bildliche Darstellungen, die keiner textlichen Überlieferung zugeordnet werden können, wie dies für die Felsritzungen der Bronzezeit gilt, sind über den konkreten Gegenstand der Darstellung hinaus nicht zu interpretieren.

Die ältesten Quellen über Mythen nördlich der Alpen stammen aus dem 1. Andere Quellen sind Votivsteine germanischer Soldaten in römischen Diensten.

Sie sind häufig schwer verständlich, weil sie sehr kurz sind und die Kenntnis über mythische Zusammenhänge bereits voraussetzen.

Alle diese Quellen betreffen aber Mythen und religiöse Praktiken der kontinentalen Germanen, und die Schlüsse daraus lassen sich trotz der Verwandtschaft nicht ohne weiteres auf Skandinavien übertragen.

Skandinavien ist mit schriftlichen Quellen reicher gesegnet, in aller Regel in altisländischer Sprache.

Allen voran steht die Lieder-Edda , die Prosa-Edda des Skalden Snorri Sturluson, wobei bei seinen Texten immer beachtet werden muss, dass sie in einer bereits christlich geprägten Kultur verfasst worden waren.

Sogar in der samischen und in der finno-ugrischen Mythologie finden sich Gestalten, die nordgermanische Entsprechungen haben: Hora-galles entspricht dem Thor, Väralden olmai isl.

Der schamanistische Odin und die Art wie er seine besondere Sehergabe erhält, ist höchstwahrscheinlich finno-ugrischen Ursprungs.

Es ist umstritten, ob das, was die gelehrten norwegischen und isländischen Quellen über die nordische Mythologie berichten, auf Einflüsse der griechischen Mythologie und des christlichen Gedankengutes zurückzuführen ist.

Es hat sicherlich nicht zum Glauben im Volke gehört. Einiges kann auch auf Missverständnissen christlicher Verfasser über mythische Vorstellungen und Zusammenhänge beruhen.

Zum anderen betont Snorri selbst den scharfen Unterschied zwischen dem, was er niederschreibt und dem Christentum:.

Doch sollen Christenmenschen nicht an die heidnischen Götter und nicht an die Wahrheit dieser Sagen auf andere Weise glauben, als so, wie es im Anfang dieses Buches zu lesen ist.

Snorri verstand also seine Überlieferung als echt heidnisch und für Christen nicht ungefährlich. Denn es gibt kein entsprechendes Wort für das lateinische Wort templum in norrön , und es sind auch nicht die leisesten archäologischen Spuren heidnischer Gotteshäuser gefunden worden.

Daher lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, welchen Gegenstand die Verfasser mit dem Ausdruck templum belegt haben.

Auch die Ortsnamen auf -hov deuten auf solche zentralen Kultstätten hin. Der Glaube im Volk über die Seelen der Verstorbenen und die Naturereignisse entspricht im Wesentlichen dem, was in ganz Europa geglaubt wurde, was auch durch den übereinstimmenden Volksglauben in jüngerer Zeit und auch die ähnliche Nomenklatur für Alben , Zwerge , Nachtmare , Wichtel und Nöck bestätigt wird.

Nachrichten über solche Gemeinsamkeiten im Glauben der frühen germanischen Zeit finden sich in dem gemeinsamen Zug, über Bäume und Flüsse hinaus auch die Sonne, den Mond und das Feuer zu verehren.

Eine systematische Mythologie, die dem Volksglauben zu Grunde liegt, lässt sich aus den Quellen aber nicht entwickeln. Die Traditionen waren auch nicht einheitlich.

So schreibt Snorri z. Auch stehen ein vertikales Weltbild mit Göttern im Himmel und ein horizontales Weltbild mit dem Wohnsitz der Götter im Mittelpunkt der Erdscheibe nebeneinander.

Die neuere Forschung sieht den Einfluss des Christentums weniger in einem Eindringen christlicher Motive in die heidnischen Mythen als vielmehr in der Darstellungsweise.

Das hat auf die Darstellung des Stoffes abgefärbt. Der Trank kann nicht schwinden. Davon hat alles Wasser seinen Lauf.

Das ist so viel, dass alle Einherjer davon volltrunken werden. Die Unbestimmtheit des Mythos wird bei Snorri eindeutig gemacht.

Auch woraus der Met rinnt, klärt erst Snorri. Der Met geht bei Gylfaginning nie aus. Snorri ergänzt, dass die Einherjer volltrunken werden.

Snorri zählt alle Flüsse auf. Nichts bleibt in mythischer Schwebe, alles wird genau festgelegt. Darin sieht Kure und die von ihm zitierte Forschung den Haupteinfluss christlicher Bildung auf die Darstellung der heidnischen Mythen und weist darauf hin, dass auch die gegenwärtige Forschung auf diese Mythen durch die Brille Snorris blickt.

Als weitere schriftliche Quellen können Inschriften gesehen werden. Sie sind auf Brakteaten, Weihe-, Votiv- und Bildsteinen zu finden.

Für Trondheim sind für das Trinksprüche beim Opfer für Odin, Njörd und Frey überliefert. Aus der Überführung römischer Wochentage in eine germanische Nomenklatur lässt sich entnehmen, welche germanischen Götter als Entsprechung zu den römischen gesehen wurden.

Thor konnte auch mit Herkules identifiziert werden. Was dem einen die Keule war, war dem anderen der Hammer.

Es ist denkbar, dass die Göttin der Fruchtbarkeit bei den Sueben in der Nachbarschaft, die Tacitus als Isis bezeichnet, mit dieser Nertus identisch ist.

Prokop berichtete im 6. Man opfere ihnen allen, aber dass Ares Mars — also Tyr — ihr höchster Gott sei, dem sie Menschen opferten.

Das sächsische Taufgelöbnis , das in einer Fuldaer Handschrift des 8. Jahrhunderts überliefert ist, ermöglicht, die Namen der für die Sachsen wohl wichtigsten Götter kennenzulernen.

Frigg auch Freya und ihre Schwester Uolla isl. Fulla genannt. Von den Namen der Göttergeschlechter kommen gud, as, dis , wahrscheinlich auch van vor.

Man kann anhand der Votivtexte von einem ausgeglichenen und zuversichtlichen Verhältnis zu den schicksalbestimmenden Mächten bei der bäuerlichen Bevölkerung ausgehen.

Ganz anders ist die von den Skalden überlieferte Mythologie, wie sie in den Edda-Liedern vorgetragen wurde. Hier herrscht ein tiefer Pessimismus vor.

Die Götterwelt der Germanen begründet sich auf drei Geschlechter, die alle aus dem Urchaos Ginnungagap und dem Urrind Audhumbla hervorgingen: Das Geschlecht der Riesen und Ungeheuer, zu denen praktisch alle bösen Wesen gehörten, die auch für Naturkatastrophen verantwortlich gemacht wurden, kam als erstes auf die Welt.

Dieses Geschlecht hat die Macht, die Welt zu vernichten. Damit dies nicht passiert, wurden Wanen und Asen geschaffen.

Hauptgott der Asen war Odin, ursprünglich vielleicht Tyr. Hauptgott der Wanen war der Meeresgott Njörd bzw. Beide Geschlechter lebten versöhnt und nebeneinander, bis die Christianisierung der Germanen einsetzte.

Daraus ergeben sich auch verschiedene Schöpfungsmythen: so ist sowohl Tyr als auch Odin Schöpfer der ersten Menschen.

Odin war ursprünglich der Hauptgott der Westgermanen, wobei er sich nordwärts über ganz Europa verbreitete. Daher wird in der Nordgermanischen Religion Odin immer als oberster Gott angesehen.

Odin war der Gott über allen anderen Göttern. Odin war zuvorderst Kriegs- und Todesgott, und erst in zweiter Linie ein Weiser.

Daher war er der Gott der Ekstase und des rasenden Kampfes. Er war nicht ein nordischer, sondern ein gemeingermanischer Gott.

Die Sage um Odin reicht auch weit zurück, denn bereits die Römer wussten, dass die Germanen einen Gott verehrten, der ihrem Mercurius ähnelte.

Odin hatte nur ein Auge, das andere hatte er dem Jöten Mimir verpfändet, der über den Brunnen der Weisheit am Lebensbaum Yggdrasil gebot, wofür er aus dem Brunnen trinken durfte — er opferte also sein körperliches Auge für ein geistiges, mit dem er Dinge sehen konnte, die anderen verborgen waren.

Auch die Magie der Runen hatte er von Mimir gelernt. Das war der erste Kampf der Völker. Woher dieser schamanistische Zug in Odin kommt, ist nicht bekannt, möglicherweise aus dem Osten, wo der Schamanismus verbreitet war.

Thor war vor allem der Gott der Bauern. Seine wichtigste Eigenschaft war seine gewaltige Kraft. Darüber hinaus hatte Thor seinen Hammer Mjölnir.

Thor beschützte sowohl Götter als auch Menschen gegen die Jöten , die feindlichen Mächte in der Welt. Thors Kampf mit der Midgardschlange ist der Mythen liebstes Thema.

Odin und Thor gehörten zu den Asen. Daneben gab es noch Nornen , Folgegeister und Walküren. Sie alle hatten ihre Aufgabe und Rolle in der sozialen Weltordnung wie auch bei der Beschreibung von Naturereignissen.

Die Jöten waren die Hauptwidersacher der Asen. Sie symbolisierten die unbeherrschbaren Naturkräfte. Sein Schädel ist das Himmelsgewölbe.

Die ersten Menschen, Ask und Embla, wurden allerdings von Odin erschaffen. Ein anderes Göttergeschlecht waren die Wanen.

Zwischen Wanen und Asen gab es Krieg, der aber mit einem Bündnis endete. Es gibt Spekulationen über einen historischen Hintergrund, nämlich dass asengläubige Krieger wanengläubige Bauern unterworfen hätten oder einfach nur der Wanenkult von einem Asenkult abgelöst worden sei oder auch, dass hier verschiedene Lebensentwürfe gegeneinander gestellt werden sollten.

Das Weltbild der Bewohner Skandinaviens war stark von ihren Mythen und Sagen geprägt, wobei unklar ist, wieweit deren Vorstellungen in der Bevölkerung verbreitet war.

Die überlieferten Mythen beschreiben, was in der königlichen Hofgesellschaft, einer Kriegerkaste, vorgetragen wurde.

Das Reich der Götter und die Welt der Sterblichen wurde durch Bifröst , eine regenbogenartige Brücke, miteinander verbunden.

In Midgard waren die Menschen heimisch. Ein riesiges Meer, welches eine gigantische Schlangenbestie, die einfach als Midgardschlange bezeichnet wurde, beherbergte, umgab sie.

Hier wohnten allerlei Ungeheuer und Riesen, die den Göttern und Menschen feindlich gesinnt waren und nur darauf warteten, am Tag des Ragnarök zuzuschlagen.

Tief unter der kalten Erde wurde das Totenreich von der Göttin Hel bewacht. Hel war eine Gottheit, deren eine Körperhälfte eine betörende junge Frau widerspiegelte, während die andere Seite ein altes Skelett zeigte, welches als Symbol für alles Vergängliche stand.

In Asgard wuchs auch der Weltenbaum, der als Yggdrasil bezeichnet wurde. Dieser überaus gigantische Baum war durch seine Wurzeln mit Midgard, Utgard und Helheim verbunden und hielt das Gefüge der Welt und ihre Ordnung zusammen.

Vor der Weltenesche lag auch die Wasserquelle der Schicksalsgöttin. Es kann durchaus sein, dass er dabei nicht immer die heidnische Auffassung richtig wiedergegeben hat.

Genealogische Ursprungsmythen sind Geschichtsmythen , die in der Regel die Herrschaft einer Königssippe zu legitimieren hatten.

Diese Mythenbildung hielt sich noch lange, indem die späteren Könige sich entweder auf König Harald oder auf König Olav den Heiligen zurückzuführen trachteten, obgleich sie genetisch sicher nicht von ihnen abstammten.

Das Gleiche ist in England zu beobachten. Frühe Genealogien gingen auf Wodan Odin und Frealaf zurück.

Westsächsische Genealogien führen im Life of King Alfred ca. Durch Angleichung der Genealogie an den Beowulf konstruierte die altenglische Geschichtsschreibung einen gemeinsamen Ursprung für Dänen und Angelsachsen.

Im Vorher hatten bereits die Franken mit der mythischen Abstammung von den Trojanern ihre Rechtsnachfolge nach den Römern begründet.

Es gibt eine Gruppe von Geschichtsmythen , deren gesellschaftliche Funktion in der Identitätsstiftung eines Volkes besteht.

Diese Mythen sind innerhalb des geschichtlichen Zeithorizonts auf Glaubwürdigkeit angewiesen, weshalb sie historische Personen mit mythischen Ereignissen in Verbindung bringen.

Ein typisches Beispiel dafür ist die Färingersaga. Man kann dazu auch die euhemeristische Umwandlung von Göttermythen in Geschichtsmythen für Völker rechnen wie die Ynglinga saga der Heimskringla.

Vegdegs Sohn sei Vitrgils gewesen. Auch Tacitus geht von der ursprünglichen Aufteilung des nordalpinen Raums unter drei Söhnen des Mannus aus.

Wenn auch die Namen und Gebiete anders sind, so ist die Grundstruktur doch ähnlich. Beim aitiologischen Mythos handelt es sich um Mythen, die Naturereignisse oder Kulte begründen sollen.

Der bekannteste Mythos ist der von Mjölnir , mit dem Thor den Blitz erzeugt. Aber es gibt auch andere Mythen, die in diese Gruppe einzuordnen sind.

Zu Beginn des Jahrhunderts schrieb Snorri Sturluson ein Handbuch über die germanischen Götter.

In diesem Buch lieferte er genauere Erklärungen zu Mythen der nordischen Kultur. Er erinnert an die Sagen der Wikinger Ära zwischen — Weiterhin beschreibt er, welche Traditionen und Kulte um das Göttergeschlecht der Asen vorherrschten.

Dabei stand ursprünglich Odin stark im Mittelpunkt der Erzählung. Odin soll den Reifriesen Ymir erschlagen, die Welt erschaffen und alles Üble verbannt haben.

Besondere Faszination übte Odin auf die Krieger aus. Denn er versprach ihnen das Leben nach dem Tod. Demnach werden in der Schlacht gefallenen Krieger durch Walküren aufgenommen und in die Ruhmeshalle Walhall gebracht.

Dort speisen sie dann zusammen mit Odin und allen anderen gefallenen Kriegern an einer Tafel. Letztlich sollten sich die Götter und die Gefallenen verbinden.

Im Ragnarök sollten dann alle zusammen gegen ihren gemeinsamen Feind — die Reifriesen — kämpfen. Diese letzte Schlacht ist die entscheidende, bei der fast alle Götter und Menschen sterben würden.

Aber der Odin Kult lies irgendwann nach. Thor galt als loyalerer, ehrlicherer und einfacherer Gott. So stand er gerade bei den Siedlern als Symbol des Schutzes, des Wiederaufbaus und der Fruchtbarkeit.

Dadurch blieb der Geschichte nicht viel aus der glorreichen Wikinger Ära erhalten. Das Ziel von ScioDoo ist es, dass du hier Informationen findest, welche du für deinen Alltag, Schule, Studium oder eine betriebliche Weiterbildung brauchst.

Gleichzeitig will ich das Wissen recht unterhaltsam servieren, so dass du vielleicht mal wiederkommst.

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